2025

Im Dezember konnten wir unser Projektgebiet im Kochertal noch einmal um ca. 8.000 m² auf rund 5,77 Hektar erweitern. Inzwischen sind einige Flächen arrondiert und können wunderbar von der Schäferei Haag beweidet werden. Die restliche Pflege übernimmt weiterhin die Familie Hofmann.

Ende November 2025 fand unser zweiter ehrenamtlicher Pflegetag in Ingelfingen statt. Unser Hauptziel war es, die Steinriegel von hohen Brombeersträuchern zu befreien und Müll aufzusammeln. Mit Astscheren machten wir uns an die Arbeit und hatten am Ende des sehr schönen, aber eiskalten Tages einiges geschafft. Die Einsaat einer Magerrasenmischung mussten wir leider aufgrund der Kälte verschieben und den Rest der Gehölzpflege erledigt Familie Hofmann für uns, sodass die Flächen wieder Licht und Luft haben sich zu entwickeln.

Mitte Oktober 2025 haben wir auf einer unserer Parzellen in unserem großen Projektgebiet in den Weinbergen Ingelfingen/Criesbach drei neue Bäume gepflanzt. Die Gewürzluike,Goldparmäne und der Öhringer Blutstreifling sollen die abgängingen Bäume auf der Streuobstwiese ersetzen. Schon in den letzten Jahren war der Verlust der Bäume absehbar. Mit tatkräftiger Unterstützung durch Martin Dörr von der Ortsgruppe Ingelfingen/Criesbach des Obst- und Gartenbauvereins Kocher-Jagst wurden die Wurzeln und Triebe der drei Hochstämme geschnitten und die Bäume anschließend mit größter Sorgfalt in den Boden gepflanzt, sodass wir nun sehr zuversichtlich sind, dass die Bäume anwachsen und in zehn bis fünfzehn Jahren reichlich Äpfel tragen. Die Wiese, auf der die Bäume stehen, hat sich in den letzten Jahren unserer Pflege auch schon gut entwickelt und wird immer artenreicher.

Seit September 2025 kann man ein mobiles Solarpumpensystem zur Wiedervernässung von Flächen erwerben oder ausleihen. Das Pumpensystem kann verwendet werden, um gezielt Wasser in Zielflächen zu leiten und damit Tier- und Pflanzenarten zu fördern, die auf Nassstandorte und offene, temporäre Wasserflächen angewiesen sind. Das Infoblatt zum Pumpensystem findet man hier.

Pünktlich zur Kochertaler Genießertour, die jedes Jahr Ende August von Künzelsau-Belsenberg über die Gemeinden Ingelfingen und Criesbach und damit direkt an unseren Projektflächen vorbei nach Forchtenberg führt, wurden unsere neuen Infotafeln montiert. Die Tafeln bleiben natürlich dauerhaft an den Flächen stehen, um auch den über das Jahr vorbeigehenden Urlaubern und Einheimischen Auskunft über die Flächen zu geben.

Anfang August wurde unser Projekt in Talheim/Horkheim im Zuge des Wettbewerbs “Unsere Heimat & Natur” von Edeka Südwest ausgezeichnet und mit einem Preisgeld von 3.000 € bedacht. Der Scheck wurde uns von Frau Sommer vom Edeka Sommer in Talheim überreicht, welcher die Patenschaft für unser Projekt in Talheim übernommen hat.

Foto: Matthias Stark

Die Pressemitteilung finden Sie hier.

Juni: Ein neuer Artikel über die Arbeit der Artenschutzmanagement gGmbH in den Jahren 2023 und 2024 steht in unserem Online-Journal Artenschutz und Biodiversität kostenlos zum Download bereit. Über alle Aktivitäten u.a. rund um unsere Projektgebiete oder die Öffentlichkeitsarbeit in den letzten beiden Jahren wird berichtet.

Um der Gelbbauchunke kurz vor ihrer Laichzeit neue Kleinstgewässer zu gestalten, waren wir Ende April im Rammert und haben einige neue Spurrinnen gegraben. Mal sehen, ob sich die Rinnen gut mit Wasser füllen und die Gelbbauchunke die Gewässer annimmt. Im nächsten Jahr sollen dann wieder mit größerem Geschütz die alten Gewässer zugeschüttet und neue Gewässer gebaggert werden.

Auch im Kochertal wurden die ersten Pflegemaßnahmen im April bereits durchgeführt. Darunter Frühjahrseinsaaten mit speziellen Samenmischungen u.a. der Scabiosen-Flockenblume für das Flockenblumen-Grünwidderchen auf einem kleinen Teil unserer Flächen. Außerdem wurde ein ca. 5m breiter Streifen auf der Mahdgutübertragungsfläche aufgebrochen. Wollt ihr wissen warum? Dann lest doch hier weiter!

Kampf gegen den Gehölzdruck auf den Flächen im Neckartal! Im April waren freiwillige Helfer mit dem Freischneider auf den Flächen im Neckartal unterwegs und haben die aufkommenden Gehölze (Brombeeren, Hartriegel, …) direkt am Austrieb mit dem Mulchmesser geschädigt, in der Hoffnung, dass sie dann garnicht erst so stark über das Jahr wachsen. Ansonsten sehen die Flächen aber eindeutig gut aus und bieten den Feldvögeln gute Bedingungen für die diesjährige Brutperiode.

Ende Februar haben auf unseren neuen Flächen im Neckartal bei Talheim/Horkheim die Rodungsarbeiten begonnen. Bis Ende März sollen die Flächen entstockt sein und dann geht es darum die weitere Pflege für diese Flächen zu planen und umzusetzen.

Ende Dezember und Mitte Februar ließen sich in Ingelfingen mit finanzieller Unerstützug der Erwin-Warth-Stiftung zwei Maßnahmen umsetzen. Zum Einen konnte eine Böschung gerichtet, ein kleiner Steinriegel neu aufgesetzt sowie ein Streifen Boden abgeschoben und neu eingesät werden. Zum anderen wurde eines der kleineren Waldstücke oberhalb einer unserer Weinbergbrachen ausgelichtet. Näheres zum Projekt findet ihr hier.

Ende Januar waren wir mit der Youth in Nature Gruppe aus Tübingen (Projekt des Landesnaturschutzverbandes) auf Wald und Wiesen zwischen Dettenhausen und Waldenbuch unterwegs, um nach überwinternden Insekten, vorallem Laufkäfer und Schmetterlingen, zu suchen. Es war eine tolle Exkursion mit hochmotivierten Teilnehmenden.